Nach Monaten der tristen Wolkendecke sieht es mit dem Wetter inzwischen besser aus. Neben kleineren Gewittern gibt es auch in meiner Region einmal Sommersonnenschein zu vermelden. In einer Woche beginnt dann meine vorlesungsfreie Zeit. Obwohl diese von Magisterarbeit und Bewerbungen überschattet ist, freue ich mich auf die freien Wochen in meiner Lieblingsstadt bei meinen Lieblingseltern und in meiner Lieblingsbuchhandlung.

Die meiste Zeit gedenke ich zwar aufgrund meiner Arbeit vor dem Mac zu verbringen, aber der Rest wird genutzt zum Wii spielen, für Theaterbesuche, Stadtbummeleien, zwei Wochen Aushilfstätigkeit und sich in der Sonne bräunen lassen. Vielleicht wird dann auch mal wieder der Elektro-Grill angeworfen und ein paar Steaks aufgelegt (Ich weiß, ein richtiger Grill wäre schöner :D ).

Allerdings bin ich auch ein wenig wehmütig, denn dies werden die letzten Ferien meines Lebens sein. Nach dieser Zeit schließe ich mein Studium (hoffentlich) ab und begebe mich endlich auf den Weg in die Arbeits-Ausbildungswelt. Das bedeutet auch, dass ich Chemnitz verlassen werde und obwohl ich diese Stadt wie keine Zweite hasse, finde ich den Gedanken dennoch etwas traurig, denn immerhin hatte ich hier ein paar Jahre lang meine Zuhause. Trotzdem: Es geht auf in einen neuen Lebensabschnitt, so dass ich in den Ferien auch beginnen werde, in meinem ehemaligen Jugendzimmer auszumisten und schon Kisten zu packen, damit ich das nicht nächstes Frühjahr, wenn die Prüfungen gerade hinter mir liegen, noch machen muss.

Die Einzige, die der Sache entspannt entgegen blickt, ist Tsaziki. Na ja, die wird sich vermutlich denken: “Pff, was geht mich das an? Umziehen heißt doch nur, das eine Fensterbrett zum Sonne tanken gegen ein anderes zu wechseln.” :D

Dass wir uns dieses Mal auf die Bundestagswahlen freuen können, darf bezweifelt werden. Vielleicht ist es besser, so lange es noch nicht so ist. Fest steht nämlich, dass sich unser Land aufgrund der Weltwirtschaftskrise in einer ziemlich prekären Lage befindet, und ganz egal, wie der Weg daraus aussieht, es wird uns nicht gefallen, denn es wird wieder die Mehrheit der Deutschen – diejenigen, die aber auch gar nichts mit der Finanzkrise zu tun haben – die Zeche der wenigen zahlen dürfen, welche sich verspekuliert haben und jetzt Milliarden aus den Steuertöpfen erhalten.

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In den letzten Wochen und Monaten wurde in den Medien aktiv über die Schließung der Karstadt-Filialen gesprochen, zu denen auch das Hertie-Unternehmen gehört. Meine kleine Heimatstadt Görlitz ist als einzige ostdeutsche Stadt ebenfalls Heimat eines Hertie-Kaufhauses. Vormals in den Jahren 1912/13 als “Kaufhaus am Strauß” gegründet, ging das Kaufhaus Ende der Zwanziger Jahre in den Besitz von Karstadt über und wurde erst vor vier Jahren zu Hertie. (mehr…)

…als ich heute morgen Google-News öffne um mich über das Weltgeschehen zu informieren. Da prangt doch die fette Schlagzeile:

robbenartikel

Ich dachte tatsächlich für einen Moment unsere Robbe hätte ernst gemacht und sei in die Politik gegangen, um da mal kräftig aufzuräumen. Leider ist das wohl nicht Fall. Schade, hätte lustig werden können :D

Mal wieder muss der Staub von diesem Blog gepustet werden *pust*

Ab jetzt wird es hier wieder lebhafter, versprochen. Fangen wir an:

Zensursula von den Laien

Zensursula von den Laien

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Dieser Artikel ist bei Golem.de erschienen und wieder einmal muss sich die Computerspieler-Szene fragen, was das eigentlich alles soll.

Es geht also um ein Verbot von WoW, weil es einerseits ein Killerspiel ist und andererseits “extreme Suchtgefahr” mit sich bringt. Aber da stellen sich mir gleich mehrere Fragen:

1.Wie legt man überhaupt fest, was ein Killerspiel ist? Wenn Blut zu sehen ist? Wenn man auf Menschen schießt? Wenn man überhaupt etwas oder jemanden tötet? Wenn dem der Fall ist, dann zählen bald alle Rollenspiele inklusive Kinderspielen wie Zelda oder auch Rune Factory: A Fantastic Harvest Moon oder auch Pikmin zu Killerspielen. Eben alles, wo dementsprechend getötet wird. Pure Absurdität wäre das sicherlich und vermutlich auch nicht so beabsichtigt. Aber wo liegen dann die Grenzen, wie klassifiziert man, wie unterscheidet man “wahre Killerspiele” von “normalen Rollenspielen”? Wie lauten überhaupt die Kriterien bei der USK-Freigabe? Entscheidet man dort nach Gutdünken (manchmal möchte ich es meinen, wenn ich höre, dass Final Fantasy als blutloses Rollenspiel als Killerspiel eingestuft wird)?

2.Wie sieht es überhaupt mit dem Verbot aus? Wird es einige Spiele zukünftig gar nicht mehr geben oder nur nicht für Jugendliche? Entzieht man Erwachsenen nicht ein Stück Eigenverantwortung, wenn man Spiele auf den Index setzt?

3.Das größte Problem sehe ich in der Begründung “extreme Suchtgefahr”. Ich will es überhaupt nicht leugnen, dass Spiele wie WoW süchtig machen können, aber ebenso wenig darf ja wohl geleugnet werden, dass alle Spiele im Prinzip dieses Merkmal aufweisen können und in gewisser Weise zumindest Rollenspiele auch dahin konzipiert werden, dass die Spieler möglichst lange bei der Sache bleiben (wenngleich Ausmaße wie bei WoW mit Add-Ons und der entsprechenden Internet-Welt, die dahinter steht, wohl meistens nicht angestrebt sind). Zumal ein solches Kriterium meiner Ansicht nach gar nicht bei der USK-Freigabe berücksichtigt werden kann, schlichtweg deshalb, weil das Testen langfristiger Auswirkungen (zu denen ich Spielsucht zähle) eine Spiele-Freigabe ja um Monate verzögern könnte, was wiederum wirtschaftliche Folgen für die produzierenden Unternehmen hätte. Mit einer Berücksichtigung dieses Kriteriums würde wiederum dem Menschen, vor allem Eltern, ein Stück Verantwortung genommen, die – und davon gehe ich aus, dass es davon doch noch reichlich auf der Welt gibt – ihren Kindern einen vernünftigen Umgang mit solchen Spielen oder auch Filmen beibringen möchten, anstatt ihnen alles zu verbieten.

Ich frage mich manchmal als “Konsolenrocker” was das alles überhaupt bewirken soll. Viele Spiele sind einfach aus dem Ausland zu importieren, wenn man denn einen Erwachsenen hat, der es für einen annimmt. Außerdem komme ich mir bei solchen Aussagen vor, als sei ich der Amokläufer von morgen, der vor seiner Konsole sitzt und brutal Menschen und Monster abschlachtet, ohne dabei noch ein Gefühl von Realität zu besitzen. Tatsächlich sind die meisten Gamer ja wohl in der Lage zu unterscheiden, was Spiel und was Realität ist. Bei allen anderen, die sich dann irgendwo hinstellen und Menschen abknallen, was wirklich furchtbar ist, sind nicht die Spiele allein schuld oder die frei zugänglichen Waffen, sondern eine kaputte Gesellschaft, die es nicht auf die Reihe kriegt, ihre eigenen Kinder vor seelischer Verwahrlosung zu schützen.

Ich kann nur hoffen, dass die Bemühungen bezüglich des Verbots scheitern werden: Zum einen wäre es von der Regierung ein harter Schlag gegen viele ihrer eigenen Bürger, zum anderen würde es den Spielemarkt wohl in eine heftige Krise befördern, wenn gerade Dauerbrenner World of Warcraft verboten werden würde.

Hier werden sonst wieder einmal alle bestraft, die verantwortungsvoll in eine andere Welt abtauchen, sich ein bißchen entspannen oder als Held fühlen wollen. So, und nun ziehe ich mich zurück, um ein gutes Buch zu lesen. Ja, das können Computer- und Videospieler auch noch, so unglaublich es auch klingen mag.

…warum Homosexuelle eigentlich die CDU wählen? Ich bin heute mal wieder auf zahlreiche Blogeinträge gestolpert (ja gut, nach dem ersten habe ich gezielt gesucht), die darüber berichteten, dass vor kurzem auf der CDU-Webseite wohl ein äußerst (für die CDU) prekärer Artikel zum Thema Homo-Heilung veröffentlicht war, der dann – es ist zu vermuten, aufgrund aufgeregter Protest-Mails – eiligst entfernt wurde.

Natürlich distanziert sich die CDU von diesem Artikel, was sollte sie auch sonst tun? Allerdings soll es wohl im Zuge des Artikels eine heiße Diskussion von ängstlichen Homophoben gegeben haben. Ich kann es nicht beurteilen. Der Artikel selbst klang für mich wie einer dieser pseudo-psychologischen Ansätze, die normalerweise nur aus dem multikulturellen, aber nicht unbedingt multisexuellen (hey, das wäre doch mal eine wunderbare Wortschöpfung!) Amerika kommen.

Die Frage, die sich mir hier allerdings wieder aufwirft, ist die Frage, warum Homosexuelle die CDU wählen? Ich kann es vollkommen nachvollziehen, dass Homosexuelle christlich sind (jeder darf sich die Bibel auslegen, wie er will, machen die päpstlichen Abgeordneten ja auch). Und ich kann es auch irgendwo nachvollziehen, dass manche Homosexuelle in bestimmten politischen Hinsichten konservativ sind. Aber eine Partei, die sich eigentlich permanent (nur eben unter dem Deckmantel von “Irgendwie-Toleranz”) gegen Homosexualität ausspricht, zu wählen oder dieser sogar anzugehören, verstehe ich nicht.

Und diese Frage ist in keiner Weise ironisch oder abwertend gemeint. Es würde mich tatsächlich einmal interessieren. Leider ist mir bisher noch kein homosexueller Christdemokrat begegnet (abgesehen davon, dass es in meinem ganzen Freundeskreis keine Christdemokraten gibt). Vielleicht gibt es ja jemanden, der mir diese Frage beantworten kann.

Diskussionen bezüglich des Artikels gibt es genug, das muss hier nicht ausgetragen werden. Dazu haben andere Leute bessere (bewegendere) Artikel geschrieben. Mich interessiert wirklich nur die Frage, warum Homosexuelle die CDU wählen bzw. sich ihr anschließen. Denn das ist mir absolut unbegreiflich.

Ich denke, einVideo sagt mehr als tausend Worte. Das hier ist für meine Robbe, die ich manchmal ganz doll vermisse.

Originaltitel: Saw 5

Produktionsland: USA

Erscheinungsjahr: 2008

FSK: Ab 18

Regie: David Hackl

Darsteller: Tobin Bell, Scott Patterson, Costas Mandylor, Betsy Russell u.a.

Inhalt (Spoilergefahr): Gerade ist Detective Strahm noch einmal gekommen, als er herausfindet, dass Jigsaw alias John Kramer einen Komplizen außer Amanda hatte, der Zugang zu den Akten der Opfer gehabt haben muss, vermutlich ein Polizist… (mehr…)

…was er an Sinnvollem schreiben könnte, schreibe ich einfach mal etwas Sinnloses :) Reden wir doch mal über Menschen und ihre Charaktereigenschaften.

Es ist schon eigenartig, was für Menschen man manchmal so über den Weg läuft und was man teilweise für Marotten an einem selbst entdeckt. Oder auch, was für Einschätzungen andere über uns treffen und was wir selbst von uns halten.

Der besondere Mensch in meinem Leben derzeit hat angeblich von Freunden gehört, er sei egoistisch. Ich aber habe diesen Menschen ganz anders kennen gelernt. Sehr liebevoll und einfühlsam. Vieles fällt diesem Menschen auf, was andere an mir, selbst meine Eltern, nie bemerken würden, was ihnen nicht übel zu nehmen ist, aber was den besonderen Menschen noch besonderer macht.

Dann gibt es Menschen, die wirklich egoistisch sind oder einfach chaotisch oder beides. Da ich diesen Menschen zu schlecht kenne, um das sagen zu können, plädiere ich für Beides. Diesem Menschen ist langweilig, er ist unzufrieden, versucht das irgendwie zu übertuschen, scheint gar nicht er selbst zu sein und fängt dann an, rum zu murren und sich fürchterlich aufzuführen und anderen die Schuld zu geben, weil sie angeblich nicht zu”lesen”.

Und dann gibt es wiederum Menschen, die ein wenig Beständigkeit in das Leben bringen. Die zwar auch ihre Launen haben, was sie erst zu Menschen macht, die aber doch immer da sind, mit denen man reden kann. An ihnen entdeckt man selten etwas Neues, aber genau deshalb ist es immer wieder schön mit ihnen: Man kennt sie gut, weiß, wie man mit ihnen umgehen kann und doch lernt man sie mit jedem Tag ein Stück besser kennen.

Und dann gibt es einen selbst. Es gibt dieses beständige Gefühl, dass man anderen zur Last fällt. Es gibt den Stolz, der manchmal nur eine Blockade ist. Es gibt diesen Hintergedanken, dass andere einen für schutzbedürftig halten, obwohl man selbst diesen Eindruck nicht vermitteln will. Es gibt die Überzeugung, dass man stark ist und durchhält und manchmal die Gewissheit, dass man es einfach nicht mehr schafft.

Meine Lieblingsmenschen sind die Beständigen, die die bleiben, die die Sicherheit geben und da sind, wenn die ganze Welt untergeht. Und die haben auch für sinnlose Beiträge Verständnis :)

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