Originaltitel: Alien: Resurrection

Erscheinungsjahr: 1997

Produktionsort: USA

Länge: 104 Minuten

FSK: 16 Jahre

Regie: Jean-Pierre Jeunet

Drehbuch: Joss Whedon

Darsteller: Sigourney Weaver, Winona Ryder, Dominique Pinon, Ron Perlman u.a.

Inhalt: Ellen Ripley (Sigourney Weaver) hat schon so Einiges durch, als sie im dritten Teil der Alien-Reihe bemerkt, dass sie einen Alien in sich hat, eine Königin. Sie stürzt sich in den Brennofen in einer Kolonie von Strafgefangenen und glaubt, damit allem ein Ende gesetzt zu haben. Doch zweihundert Jahre nach ihrem selbstlosen Tod wird sie von skrupellosen Militaristen geklont. Beim achten Versuch gelingt es, einen Menschen zu klonen, der Ripley nicht nur ähnlich sieht, sondern auch ihre Erinnerungen und ja, sogar die Königin in sich hat. Die Königin wird extrahiert, Ripley Acht gewinnt nach und nach ihre Erinnerungen zurück und für sie ist klar: „Ihr werdet alle sterben.“ Schließlich erreicht die Betty, ein Handelsschiff, das Schiff, in dem sich die geklonte Ripley befindet. Mit an Bord des Handelsschiffes eine Crew aus sechs skurrilen Charakteren, darunter auch die junge Call (Winona Ryder) und ein Frachtgut, das nicht ganz koscher ist. Frachtgut, das aus Menschen im Kälteschlaf besteht, die den Nachkommen der Königin als Nahrung dienen sollen. Unterdessen trifft Ripley auf die ungewöhnliche Crew. Es stellt sich heraus, dass sie im Unterschied zu der „alten“ Ripley stärkere Fähigkeiten besitzt und die junge Call scheint sich für sie deutlich mehr zu interessieren. Während Ruhe auf dem Schiff einkehrt, beschließt einer der Wissenschaftler etwas näher mit einem der neuen Aliens zu kuscheln und ihn zu strafen, als dieser nicht mitspielen will. Ripley sieht sich inzwischen mit der jungen Call konfrontiert, die versucht, sie zu ermorden. Sie ist hinter der Königin her, aber die wurde ja bereits entfernt. So will sie Ripley wenigstens von ihrem Leiden erlösen, allerdings gestaltet sich das schwieriger, als gedacht, denn Ripleys Wunden heilen ungewöhnlich schnell. Ripley gesteht Call, dass noch etwas von dem Alien in ihr ist (beziehungsweise sich die Alien-DNA bei der Klonung mit der menschlichen DNA von Ripley vermischt hat). Call wird daraufhin festgenommen, inklusive der ganzen Crew, aber die weiß sich zu wehren. Das gestaltet sich ganz zu ihrem Vorteil, denn die intelligenten Aliens haben beschlossen, ihrem Gefängnisdasein ein Ende zu bereiten. Sie töten einen der Ihren, dessen „Blut“ sich durch den Metallboden ätzt, wodurch die Aliens entkommen können. Ab jetzt hat der Kampf um Leben und Tod begonnen.

Bewertung: Alien-Die Wiedergeburt hätte, nach Sigourney Weaver und dem Regisseur der ersten drei Alien-Teile, eigentlich erst gar nicht gedreht werden dürfen. Ich bin dankbar, dass dem dann doch so war. Jeder Alien-Teil ist etwas Besonderes, aber Alien-Die Wiedergeburt wartet vor allem mit einer neuen Ripley auf. Einer Ripley, härter, mitleidsloser und kampfeslustiger als zuvor. Aber auch die anderen Charaktere – wenn auch diesmal ein wenig blasser als in den anderen Teilen – sind wieder skurril, witzig, wunderbar. Alleine der Wissenschaftler (Brad Dourif) Dr.Gediman mit seinem Alien-Kuss ist schon so manchen Lacher wert. Leider wird er viel zu früh „geholt“. Fantastisch in die Story und die Atmosphäre eingepasst, ist auch Johner, der von Ron Perlman gespielt wird, der schon in Der Name der Rose als verdrehter Mönch brilliert, und auch hier wieder den Irren miemt. Der Rest der Crew bleibt leider zu unscheinbar und ist darum auch nur als Alien-Futter zu gebrauchen, auch die nervige Winona Ryder, die für mich noch immer nicht in das Alien-Universum passen will (auch nach dreimaligem Genuss des Filmes nicht). Die schauspielerische Leistung gefällt mir tatsächlich auch nur bei den drei Personen, deren Charakter ich auch schon gut gezeichnet finde: also Sigourney Weaver, Brad Dourif und Ron Perlman.

Die Story kann man, denke ich, recht schnell zusammenfassen: Aliens an Bord, Aliens töten, Aliens werden getötet, fertig! Nun ja, so ganz einfach ist das in Alien – Die Wiedergeburt dann wieder auch nicht. Alleine die Klonaktion von Ripley ist schon ziemlich gut, auch dass Ripley praktisch diesmal auf der anderen Seite steht und selbst außerirdisches Blut in sich trägt. Außerdem haben wir es diesmal mit einem mutierten Alien zu tun, das menschlicher ist, als die Brut, mit der wir uns in den letzten drei Teilen herum geschlagen haben. Ansonsten aber ist das Prinzip des Filmes gewohnt einfach: Überleb, bis deine Rettungskapsel ins Weltall heraus geschleudert wird und sei glücklich, auch wenn du weißt, dass es niemals vorbei ist :D .

Die Effekte unterscheiden sich nicht viel von den bisherigen Folgen, aber gerade das „neue“ Alien und auch das Gruselkabinett der geklonten Ripleys 1-7 sind schon sehr sehenswert und ja, auch ein wenig gruselig, was ich von anderen Alienfilmen eigentlich nie behaupten konnte. Aber ich denke, alleine schon deshalb, weil man bei Alien auf zu großartig und einfach unecht animierte Aliens verzichtet hat, ist es eben so großartig und reiht sich nicht in die vielen animierten Fantasy/Sci-Fi-Stories der letzten Jahre ein.

Besonders nennenswert ist auch wieder der zynische Humor, den ich bei den Alien-Filmen schon immer geliebt habe und Ripley sprüht diesmal nur so vor Sarkasmus. Zusätzlich kommt noch Ron Perlman hinzu, der zu den flotten Sprüchen auch noch herrliche Mimik und Gestik hinzuwirft und so hat man alles in allem eine Menge Spaß bei dem Film. Ich sage nur: „Okay, wen muss ich ficken, damit ich von diesem Schiff herunter komme?“ :D

Alles in allem ist Alien – Die Wiedergeburt ein solider Nachfolger der Alien-Trilogie, in der wir eine geklonte, aber grandiose Sigourney Weaver finden, mit wenig beeindruckenden weiteren Charakteren, aber einer Menge Aliens und neuen Alien-Kreationen.

PoVII-Bewertung: ****/*

Darum vier von fünf möglichen PoVII-Punkten für den vierten und leider ja letzten Alien-Teil. Sehr schade, denn Alien vs.Predator kann ich persönlich leider gar nichts abgewinnen. So werde ich mich wohl ewig an meine Alien-Trilogie plus Resurrection halten müssen.