Nach Monaten der tristen Wolkendecke sieht es mit dem Wetter inzwischen besser aus. Neben kleineren Gewittern gibt es auch in meiner Region einmal Sommersonnenschein zu vermelden. In einer Woche beginnt dann meine vorlesungsfreie Zeit. Obwohl diese von Magisterarbeit und Bewerbungen überschattet ist, freue ich mich auf die freien Wochen in meiner Lieblingsstadt bei meinen Lieblingseltern und in meiner Lieblingsbuchhandlung.
Die meiste Zeit gedenke ich zwar aufgrund meiner Arbeit vor dem Mac zu verbringen, aber der Rest wird genutzt zum Wii spielen, für Theaterbesuche, Stadtbummeleien, zwei Wochen Aushilfstätigkeit und sich in der Sonne bräunen lassen. Vielleicht wird dann auch mal wieder der Elektro-Grill angeworfen und ein paar Steaks aufgelegt (Ich weiß, ein richtiger Grill wäre schöner
).
Allerdings bin ich auch ein wenig wehmütig, denn dies werden die letzten Ferien meines Lebens sein. Nach dieser Zeit schließe ich mein Studium (hoffentlich) ab und begebe mich endlich auf den Weg in die Arbeits-Ausbildungswelt. Das bedeutet auch, dass ich Chemnitz verlassen werde und obwohl ich diese Stadt wie keine Zweite hasse, finde ich den Gedanken dennoch etwas traurig, denn immerhin hatte ich hier ein paar Jahre lang meine Zuhause. Trotzdem: Es geht auf in einen neuen Lebensabschnitt, so dass ich in den Ferien auch beginnen werde, in meinem ehemaligen Jugendzimmer auszumisten und schon Kisten zu packen, damit ich das nicht nächstes Frühjahr, wenn die Prüfungen gerade hinter mir liegen, noch machen muss.
Die Einzige, die der Sache entspannt entgegen blickt, ist Tsaziki. Na ja, die wird sich vermutlich denken: „Pff, was geht mich das an? Umziehen heißt doch nur, das eine Fensterbrett zum Sonne tanken gegen ein anderes zu wechseln.“